Wie kommt man eigentlich dazu, ein Buch zu schreiben?

In diesen Tagen erscheint mein neuestes Buch «Trainingsdesign. Wie Sie gut durchdachte, lebendige und passgenaue Weiterbildungskonzepte entwickeln» https://www.managerseminare.de/Verlagsprogramm/Trainingsdesign,260087 und mir fiel wieder ein, wie ich zu meinem allerersten Buch gekommen bin. Damals war mir nach der Geburt meines ersten Sohnes zuhause ziemlich langweilig. Wer mich kennt, weiß, Langeweile halte ich nur schwer aus. Als Tirolerin, die das Wandern im Blut hat, kam ich schnell auf die Idee, mit dem Kinderwagen längere Touren zu unternehmen. Nur hatte ich keine Idee, welche Wege sich in Wien dafür eignen würden. Also sprach ich eine Freundin an: «Du bist doch Wienerin, wo kann man gut mit dem Kinderwagen wandern?».

Eine Idee, ein Anruf, ein Buchvertrag

Die Idee fand sie super, nur das Wissen hatte auch sie nicht. Nachdem wir alles auf dem Markt durchsucht hatten, wurde klar: Wandern mit Kinderwagen in Wien und Umgebung – dazu hatte noch niemand etwas veröffentlicht. Sollten wir das machen? Konnten wir das? Wir fanden: ja, trauen uns das. Also gingen wir es an.

Meine Freundin kannte den Verlag vom Buch «Wandern mit Kindern» und rief einfach an. Sie wurde mit dem Verleger verbunden und besprach unsere Idee mit ihm. Er war gerade in den Vorbereitungen für die Buchmesse, nahm unsere Idee mit und nicht viel später hatten wir einen Buchvertrag vorliegen, ohne auch nur einen Satz geschrieben zu haben. Nach diesem ersten Wanderführer folgten vier weiter Bücher mit drei unterschiedlichen Co-Autorinnen.

Trainingsdesign – das Buch

Dieses Mal entstand die Buchidee anders, auch der Prozess zog sich länger hin. Alles fing mit der Frage meines Coaches an: «Wie heißt dein Buch zum Thema Trainingsdesign?». Verdutzt schaute ich ihn an: Ich? Buch? Trainingsdesign? Ich wusste damals noch nicht mal, was Trainingsdesign genau bedeutet! Das mag seltsam klingen, aber Trainingsdesign – das gab es damals nicht. Dazu hatte niemand was veröffentlicht, die Idee war völlig neu und es dauerte einige Zeit, bis ich selbst genau wusste, was das bedeutet, was darunterfällt und warum das eigentlich so wichtig ist. Und selbst jetzt, wo das Buch fertiggeschrieben ist, weiß ich, dass ich gerade erst den Deckel eines Fasses geöffnet habe. Trainingsdesign ist viel bedeutender, als es vielleicht im ersten Moment erscheint. Somit ist dieses Buch auch nur der Beginn des Weges, nicht das Ende.

Einfach machen 

Klar wird mir in den letzten Tagen, dass bei solchen Projekten nur eines wichtig ist: Wenn man eine Idee hat, sollte man sie auch mal angehen. Nicht denken «das geht nicht», sondern einfach ausprobieren. Aus dieser Einstellung sind jetzt sechs Bücher entstanden und ich kann nur Mut machen, sich für das, was man erreichen möchte, einfach einzusetzen.

Trainings, die kommen, gut sind und bleiben?

 

Das wünscht sich jeder, vom Unternehmer, über den Personalleiter, bis hin zum Teilnehmer. Denn es gibt immer noch flächendeckend viel zu viele schlechte Trainings, die nicht ankommen und deshalb nichts bringen.

Vielen Dank!