Trainingsdesign – Das Buch

Wie Sie gut durchdachte, lebendige und passgenaue Weiterbildungskonzepte entwickeln

Trainingsdesign-Trainerin Anna Langheiter beschreibt in diesem Buch, wie ein Training systematisch designt wird. Dazu gibt sie zunächst Anleitung für eine Trainingsbedarfsanalyse, die vor späteren Überraschungen schützt. Des Weiteren wird erklärt, wie die Inhalte für das Training gesammelt und ausgewählt werden und wie das Material sowohl für die Teilnehmenden als auch für die durchführenden Trainer bedürfnisgerecht erstellt wird. Für den schrittweisen Aufbau wirksamer Trainings-Module bekommen die Leser eine Navigationshilfe an die Hand sowie eine große Auswahl einsetzbarer Tools. Weil die Wirksamkeit eines Trainings entscheidender Teil des Trainingsdesigns ist, vertieft die Autorin schließlich, wie der Transfer sichergestellt werden kann und wie eine aussagekräftige Evaluierung durch den Trainingsdesigner geplant wird.

Zum ganzen Vorgehen finden sich zahlreiche, nützliche Tipps und Tricks, die durch Fallbeispiele aus langjähriger Praxis illustriert werden. Ganze 97 einsatzfertige Tools zu allen Schritten des Trainingsdesigns sind ebenfalls enthalten. Zusätzlich ergänzen 16 Download-Ressourcen zum Herunterladen und Ausdrucken dieses Buch. So stehen zugehörige Arbeitsblätter und Checklisten Lesern direkt zur Verfügung.

Rezension: Amazon 

Rezension: Training aktuell

Rezension: Morgenpost (Andreas Matz)

Rezension: Gabal

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Interview mit der Autorin Anna Langheiter

Wie kommt es zu einem Buch über Trainingsdesign?

Die Idee zum Buch entstand aus einer guten Frage eines Coaches, meiner Erfahrung in der Konzeption und Durchführung internationaler Trainingsprojekte, der Entwicklung der Weiterbildung zum Trainingsdesigner und einer Portion Mut und Hartnäckigkeit, alles noch einmal klar zu durchdenken.

Definition: Was versteht man unter Trainingsdesign?

Trainingsdesign ist ein noch selten verwendeter Begriff und so darf erst einmal (m)eine Definition folgen:

„Trainingsdesign ist der Prozess, prägnante Lernerfahrungen zu gestalten, die den Lernenden befähigen, das gewünschte Ziel zu erreichen.“

  • „Trainingsdesign ist der Prozess…“
    Trainingsdesign ist ein Prozess und beinhaltet eine systematische Planung, Entwicklung und Evaluierung von Lernumgebungen und Lernmaterialien.
  • „… prägnante Lernerfahrungen…“
    Die meisten Lernvorgänge erfolgen durch Wiederholung und unter Einsatz aller Sinnesorgane. Daher ist es notwendig, den Teilnehmenden genau solche Erfahrungen anzubieten, sodass Lernen passiert.
  • „… die den Lernenden befähigen …“
    Nach dem Training soll für die Teilnehmenden etwas anders sein: Sie sollen im Stande sein, das Gelernte auch anzuwenden. Dazu benötigt es die entsprechenden Inhalte, die notwendige Übungszeit und auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Transfer in den Alltag.
  • „… das gewünschte Ziel zu erreichen.“
    Das Ziel kann ein rein persönliches und/oder auch ein Unternehmensziel sein. Das Ziel muss klar sein und das ganze Trainingsdesign zielt darauf ab, dass es auch erreicht wird und die Veränderung dargestellt werden kann.

Was muss beim Trainingsdesign beachtet werden?

Ein Trainingsdesigner beachtet immer vier Prozesse gleichzeitig:

  1. Der Designprozess beinhaltet das Analysieren des Trainingsbedarfs, das Erarbeiten der Trainingsinhalte und ein Pilottraining.
  2. Beim Trainingsprozess geht es um das Zusammenstellen des eigentlichen Trainings.
  3. Der Transferprozess dient zum Sicherstellen des Transfers.
  4. Der Evaluierungsprozess weist den Trainingserfolg nach.

Der Designprozess startet mit der Trainingsbedarfsanalyse. Im Gespräch mit dem Auftraggeber wird geklärt, was das Training leisten soll und  – neben vielen anderen Themen – die Frage beantwortet: „Was sollen die Teilnehmenden nach dem Training anders machen?“

Schon in der Trainingsbedarfsanalyse kann man den Auftraggeber fragen, welche Inhalte er sich vorstellt. Manchmal kommt das Know-how vom Trainer, manchmal wird dieses erst in Meetings mit Fachexperten erarbeitet. In Summe geht es um die Erarbeitung der Inhalte, die es braucht, um die Ziele erreichen zu können. Mit Hilfe von didaktischer Reduktion werden die umfangreichen und komplexen Sachverhalte so aufbereitet, dass sie für die Lernenden überschaubar und begreifbar werden.

Dann erst darf der Trainingsdesigner kreativ werden. Auch wenn es viele Ideen oft schon im Erstgespräch gibt, folgt auch Trainingsdesign der Regel: Form follows function. Denn erst, wenn die Summe aus Trainingszielen und Inhalten bekannt ist, kann mit dem Fokus auf die tatsächliche Veränderung losgelegt werden. Diese steht im Mittelpunkt allen Denkens im Design. Ist das Training entwickelt, erfolgt das Pilottraining, mit dem geprüft wird, ob das Training die gewünschten Ziele erreicht, ob die Inhalte für die Zielgruppe die richtigen sind, die Zeiten gut abgestimmt sind, usw.

Alle Tätigkeiten, die der Trainer im Seminarraum tatsächlich durchführt, gehören zum Trainingsprozess. Den Ablauf plant der Trainingsdesigner mithilfe des sogenannten Navigators. Dieser erinnert an die acht Elemente, die während des Designs des eigentlichen Trainings bedacht werden sollten. Es handelt sich dabei um die rahmenden Elemente „Training/Tag beginnen“, „Tag /Training beenden“, „Recaps“ und „Energiser“. Jedes Modul, das in der Regel 90 Minuten dauert, besteht wiederum aus vier Elementen: „Fokus“, „Information“, „Erfahrung“ und „Transfer“. In diesem Inneren des Navigators spielt sich das echte Lernen ab.

Im Zusammenhang mit dem Design von Trainings ist außerdem der Transfer in den Arbeitsalltag von entscheidender Bedeutung. Damit er gelingt, berücksichtigt ein Trainingsdesigner ebenso den Transferprozess. Dieser Prozess kann schon vor dem Training beginnen, etwa durch ein Webinar oder eine Einladung, Beispiele aus dem Alltag zu überlegen, die im Training bearbeitet werden können. Im Training selbst dient alles dem Transfer. Im Besten aller Fälle ist jede Intervention ganz strikt auf die Veränderung nach dem Training ausgelegt. Auch die Zeit nach dem Training wird vom Trainingsdesigner geplant, die Durchführung liegt dann sehr oft beim Teilnehmenden und beim Unternehmen.

Im Evaluierungsprozess ist immer noch das Stiefkind im Trainingsbereich, hier wird der Erfolg des Trainings gemessen. Doch nur, wenn sich neues Verhalten auf die Unternehmensresultate auswirkt, macht Training wirklich Sinn. Je besser ein Trainingsdesigner nachweisen kann, dass Training wirklich etwas verändert, desto besser ist er im Markt aufgestellt.

Fazit

Gutes Trainingsdesign bringt mehr Transferwirksamkeit und somit mehr Nutzen für die Teilnehmenden und für das Unternehmen und zeigt durch Evaluierungsergebnisse auf, dass eine Veränderung erzielt wurde. Anders gesagt: Wer in gutes Design investiert, spart sinnlosen Aufwand. So beschreibt der Instructional Designer Tom Kuhlmann Trainingsdesign: „Without instructional design, the learner might or might not get the information they need. Because of instructional design, you can get the learners to cut through a lot of extraneous information and get right to the important stuff.“

Für mich persönlich ist Trainingsdesign auch die „Tribologie des Lernens“. Tribologie bezeichnet die Lehre von der Reibung und der erforderlichen Schmierung und inkludiert die Entwicklung von Technologien zur Optimierung von Reibungsvorgängen. Auch Lernen erzeugt Reibung: immerhin bedeutet es, Bekanntes gegen Neues auszutauschen oder etwas ganz Neues zu integrieren. Der „Lerntribologe“ hilft also durch gutes Trainingsdesign beim Schmieren von Lernvorgängen. Möge es uns allen gelingen, dass Lernen wie geschmiert geht!

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Trainings, die kommen, gut sind und bleiben?

 

Das wünscht sich jeder, vom Unternehmer, über den Personalleiter, bis hin zum Teilnehmer. Denn es gibt immer noch flächendeckend viel zu viele schlechte Trainings, die nicht ankommen und deshalb nichts bringen.

Vielen Dank!