„Vom Trainer zum agilen Lernbegleiter“ von J. Sammet und J. Wolf

Ich schicke voraus: klar ist mir vieles bekannt und ich habe einiges freudig mit „kenne ich“ abgenickt. Und doch habe ich selten eine so komprimierte und doch klare Zusammenfassung dessen gelesen, was sich gerade tut und worauf wir als Trainer bzw. agile Lernbegleiter achten sollten.

In Folge beschreibe ich ein paar Highlights die ich unter Cool / Neu / Inspirierend oder Weiter Nachdenken einordne:

  • Was in meiner Trainingsbedarfsanalyse bis vor kurzem noch „Gewünschte Ergebnisse“ und dann kurz „Business Goals“ hieß, wird wohl jetzt auch „Performance Goals“ heißen.
  • Bei Erreichung der „Performance Goals“ ist das Problem gelöst. Wie simpel! Und wie schön, auch die beiden Dimensionen zu unterscheiden, die mich schon länger beschäftigen: die Relevanz für das Unternehmen und die persönliche Relevanz für den Mitarbeiter.
  • Die Unterscheidung in geleitetes und selbstgesteuertes Lernen mit den Begriffen Push und Pull. Damit kann ich ganz schnell etwas anfangen, komme ich doch auch aus der Lean-Ecke. Und die Klarheit, dass diese Unterteilung beim formellen Lernen besser unterscheidbar ist, als beim informellen Lernen.
  • Der Lernort ist der Praxisort! Onlinetrainer bilde ich logischerweise in Onlinesettings aus. Und wenn das Kundengespräch in einer Filiale durchgeführt werden soll, ist auch das Training des Kundengesprächs selbst als Präsenztraining durchzuführen. Dass man allerdings vorher und nachher Inhalte mit Blended Learning auslagern kann, versteht sich von selbst.
  • Arbeitsanleitungen kann man mit der WWW-Methode bestens formulieren: Warum? Was? Wie? Wie wichtig klar formulierte Übungsanleitungen sind, ist mir besonders im Online-Raum aufgefallen, in dem die zumeist technische Erklärung des „Wie“ besonders detailliert sein muss.
  • Informelles Lernen folgt keinem linearen Prozess mehr und ist ein Lernen in Netzwerken mit seinen reichhaltigen Möglichkeiten: von Blogs und Podcasts bis hin zu Barcamps und Lunch&Learn. Ich erlebe den Erfolg von informellem Lernen gerade selbst, da ich in meinem zweiten LernOS-Zyklus bin: nach WOL jetzt im OKR-Durchgang.
  • Informelles und selbstgesteuertes Lernen bedeutet, dass der Lernende über Ziel, Lernstoff, Zeit und Rhythmus entscheidet. Neugierig bin ich hier, wie es gelingen wird, die Eigenverantwortung und die Selbstlernkompetenz der Mitarbeiter zu fördern, damit selbstgesteuerte Lernen von der Bedarfserkennung bis zur Evaluierung vom Mitarbeiter durchgeführt werden kann.
  • Die Idee der Kombination von formalen Lernzielen mit informellen Lernzielen. Der Lernende sucht sich sein eigenes, zusätzliches Lernziel und wertet so den Lernprozess auf. Diese Idee habe ich schon seit einigen Monaten und werde es bei der nächsten offenen Ausbildung als begleitenden Lern-Transfer-Circle anbieten.
  • Das Aufzeigen des Prozesses, wie selbstgesteuertes Lernen laufen kann und wie der Lernermöglicher dieses Lernen bestmöglich unterstützen kann.
  • Und zum Schluss: Die aktuellen Literaturtipps, die so viel Lust auf die nächsten Bücher machen.

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