„Although intense, the Training with Anna was delivered in a safe, fun and supportive environment. The biggest impact was that we now have more skilled trainers, capable of developing effective visual aids and facilitation tools.“

Chris Faure
Deployment Leader Lean Six Sigma, Transnet Engineering, South Africa

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„Thanks to Annas advanced communication skills and cultural consciousness, the trainings have reached smoothly the Chinese local team.“

Derya Ucar
Lean Manufacturing and GEMS Manager in Global Manufacturing Coordination, Alstom, China

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„Thank you very much for the excellent time and education. You are doing an amazing job. Very dynamic, effective and successful, beside travelling around the world.“

Emin Öztemel
Managing Director, Cilek, Turkey

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„Ich bin vom Trainingskonzept, der fachlichen und vor allem sozialen Kompetenz von Anna begeistert. Dadurch gelingt die Vermittlung schwierigster Trainingsinhalte in einer unglaublich effektiven Art und Weise.“

Dipl. Ing. Dr. Günter Teubl
CMO Leitung Marketing | Head of Marketing Linde, Österreich

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Blended Learning: Was ist es und was es kann

Die Corona-Pandemie hat uns sehr deutlich gezeigt, dass Online Lernen mehr ist und mehr kann, als in langweiligen Webinaren zu sitzen. Eines der wichtigsten Lernkonzepte der Zukunft ist dabei sicherlich das Blended Learning.

Vom Präsenz zum Online-Training

Der neue Kunde hatte zum Kennenlerngespräch eingeladen und im angefragten Thema Train-the-Trainer fühlte ich mich sicher. Bis zum entscheidenden Kommentar der Personalentwicklerin: „Und den ersten Tag hätten wir gerne zum Thema Präsenztraining und der zweite Tag soll sich um E-Learning und Webinar drehen.“

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar schon erkannt, dass es wichtig wäre, sich in das Thema „Digitales Lernen“ einzuarbeiten, Ahnung davon hatte ich allerdings keine. Und, ehrlich wie ich bin, sagte ich der Auftraggeberin, dass ich das Präsenztraining gerne machen könne, das Thema Webinar würde jedoch eine Kollegin übernehmen. Meine Auftraggeberin erwiderte wiederum, dass sie sicher sei, dass ich das schon machen werde.

Und es kam wie es kommen musste: wenige Tage später fand sich in meiner Inbox eine Einladung zum Pilottraining zur „Zertifizierten E-Trainerin“. Und ich stürzte mich mit Wagemut, viel Respekt und einer großen Portion Neugierde hinein.

Und wie genau wurde das digitale Lernfeuer entfacht? Ich erkannte, dass Lernunterstützung auch über WhatsApp als Tool des E-Learning möglich ist, ich lernte Live-Online-Trainingsräume kennen, in denen ich die Teilnehmenden in Unterräume verteilen konnte und ich begriff, dass ganz viele Methoden, die ich aus dem Präsenztraining kannte, auch ganz einfach im Live-Online-Training verwenden konnte.

Nur kurze Zeit nach dem Training wünschte sich eine Auftraggeberin ein Blended Learning Konzept für die Trainerausbildung, die ich nun schon seit 2016 anbiete. Und was habe ich gemacht? Richtig! Ich bin ins kalte Wasser gesprungen!

Was ist Blended Learning

Blended Learning bedeutet „gemischtes Lernen“ und damit sind Lernangebote gemeint, die eine Kombination aus Präsenztrainings und digitalem Lernen darstellen.

Wichtige Definitionen und Unterschiede

Präsenztraining ist die bekannte Variante. Beim digitalen Training werden 3 Kategorien unterschieden.

  1. Beim E-Learning lernt der Lernende alleine. Die Eselsbrücke dazu: Ich heißt im Tirolerischen nur noch „I“, daher lern „I“ beim E-Learning alleine. Die bekanntesten Methoden sind hier das Web-Based-Training, alle Arten von Lernvideos, das Lernen mit Apps oder Podcasts. Verknüpft wird E-Learning gerne mit einem Wissenstest am Ende des Trainings.
  2. Beim Kooperativen Online Lernen arbeiten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen. Der Trainer ist für die Aufgabenstellung und den Rahmen zuständig, die Teilnehmenden liefern die Ergebnisse ihrer Arbeit im Präsenz-, Live-Online-Training oder auf einer Plattform ab.
  3. Live Online Lernen beinhaltet die Sequenzen, bei denen die Teilnehmenden und der Trainer synchron im virtuellen Raum sind. Das kann ein Live-Online-Training, ein Webinar, eine Webkonferenz oder eine virtuelle Sprechstunde sein.

Die Kombination dieser Elemente führt zu Blended Learning (Kombination aus Präsenztraining und digitalen Lerneinheiten) oder zu rein digitalen Lernstrecken (wenn nur Elemente aus dem digitalen Lernen miteinander verknüpft werden.

Es gibt unterschiedliche Modelle, wie Blended Learning designt werden kann:

  • Beim vorgelagerten Modell kommen zuerst digitale Lerneinheiten, die von einem Präsenztraining abgeschlossen werden.
  • Beim nachgelagerten Modell wird mit Präsenz gestartet und die digitalen Einheiten werden angeschlossen.
  • Bei der gerahmten Struktur werden die digitalen Einheiten in Präsenztrainings eingebettet.
  • Und bei der verzahnten Struktur werden die Einheiten so angeboten, wie es der Lernfortschritt gerade benötigt und doch kommt am Ende alles zusammen.

Aus der Sicht das Trainingsdesigners ist es wichtig, dass auf eine optimale didaktische Verzahnung von Präsenzveranstaltungen und Methoden und Medien des Online-Lernens geachtet wird. Dieses – auch Learning Journey – genanntes Format unterstützt das Erreichen der Lernziele bzw. der Transferziele.

Have the end in mind – auch beim Blended Learning

Das Grundprinzip beim Design von Blended Learning Konzepten heißt wie beim Design von Präsenztrainings: „Have the end in mind.”  Denn was immer die Teilnehmenden nach dem Training wissen, verstehen und anwenden sollen und wie das wiederum dem Unternehmen dient, ist die oberste Maxime jedes Designs. Jedes Tool, jede Methode, jede Übung muss der Frage standhalten können: Dient das dem Teilnehmenden und infolgedessen auch dem Unternehmen?

Vorteile von Blended Learning Konzepten

learners journey anna langheiterDie bekannten Vorteile für Unternehmen liegen darin, dass größere Zielgruppen erreicht und dass Seminarraum- und Hotelkosten sowie Reisezeiten verringert werden.

Ein großer Vorteil von Blended Learning liegt darin, dass Inhalte zeit- und ortsunabhängig konsumiert werden und der Teilnehmende so selbst bestimmen kann, wann, wo, wie oft und wie viel man lernen möchte. Die Präsenzzeiten können dann intensiver für Übungen, Fragen, Reflexion und Erfahrungsaustausch genutzt werden.

Der Lerntransfer endet bei Trainings ganz oft an der Türschwelle des Seminarraums. Denn nach dem Training fehlt oft die Zeit und das Commitment, das Gelernte in den Arbeitsalltag umzusetzen. Daher ist das hier mein liebster Lieblingsvorteil: der Transfer kann mit Blended Learning Formaten nachhaltiger begleitet und die Transferwirksamkeit somit erhöht werden. Denn zwischen drei und neun Monate kann es dauern, bis ein neues Verhalten tatsächlich verankert ist. Besonders leicht gelingt dies, wenn die Lern- und Transferunterstützung am mobilen Endgerät zur Verfügung steht und wenn eine Transfer-Community sich gegenseitig unterstützt.

Gibt es Nachteile beim Blended Learning?

In Unternehmen fehlt oft noch die notwendige Lernkultur und damit meine ich das Verständnis, dass Lernen Zeit und für viele Teilnehmende ruhige Orte benötigt. Denn auch E-Learning benötigt Zeit und nur eine sorgfältige Vorbereitung schafft den wunderbaren Vorteil, dass alle Teilnehmenden zu Trainingsbeginn einen einheitlichen Wissensstand haben.

Methoden des Blended Learnings

Beliebte Methoden aus dem E-Learning, die sich in Blended-Learning Formate hervorragend eignen, sind die folgenden:

  • E-Mail: Impulse mit weiterführenden Ideen und Links werden an die Teilnehmenden in vorher definierten Abständen versandt.
  • Web-Based-Training: hierbei handelt es sich um Online-Angebote, bei dem Trainer und Teilnehmende nicht gleichzeitig im Web sind ,also zeitunabhängig gelernt wird.
  • Live Online Training: bei dieser Variante sind Trainer und Teilnehmende zur selben Zeit online, können allerdings auf der ganzen Welt verstreut sein. Findet das Seminar mit kleinen Gruppen statt, kann (fast) wie im Präsenztraining gearbeitet werden. Eine sehr gute Planung und häufige Einbindung der Teilnehmenden sind sehr wichtig.
  • Podcast: dieses derzeit boomende Format ist eine Audio-Aufnahme, wobei entweder selbst aufgenommene oder fremde Podcasts zur Verfügung gestellt werden können.
  • Video: auch bei den Videos können eigene oder fremde verwendet werden und sogar die Teilnehmenden können gebeten werden, kleine Videos über das Trainingsthema zu drehen.
  • Instant Messaging, wie z.B. WhatsApp: ist ideal zum Begleiten der Lerngruppen, da Teilnehmende und Trainer damit vertraut sind.

Blended Learning Beispiel 1

Vom Fachexperten zum Trainer (3 Monate)

Zwei Präsenzmodule (Training designen, Training durchführen) werden umrahmt von drei Live-Online-Trainings (Logistik, Lernprojekt und Transfer). Transferaufgaben aus den Trainings werden in Kleingruppen für die Live-Online-Trainings erarbeitet und präsentiert. Die Gruppenkommunikation findet über eine gemeinsame Plattform statt. Jeder Teilnehmende hat ein Lernprojekt, das im Training bearbeitet wird, aus dem ein Teil präsentiert wird und er als Trainer wiederholt für die eigenen Mitarbeiter halten wird.

 

Blended Learning Beispiel 2

Blended Learning Trainingsdesigner (3 Monate)

Ein Präsenztraining wird umrahmt von 15 Live-Onlinetrainings (LOT), von denen je nach Thema 1 – 3 LOTs pro Trainingstag geschult werden. Die Teilnehmenden arbeiten durchgängig am eigenen Projekt, werden durch E-Learning, ein Buch und Skripte unterstützt und erarbeiten sich Inhalte allein und in Kleingruppen. So erleben sie wie Blended Learning mit allen Facetten funktioniert: Präsenztraining sowie Live-Online-Lernen, Kooperatives Online Lernen und E-Learning.

 

Ist Blended Learning die Zukunft?

blended learning anna langheiterDas reine E-Learning wurde lange als die Zukunft des Lernens gepriesen, heute setzt man im Sinne der besseren Unterstützung der Teilnehmenden und der Transferwirksamkeit zunehmend auf Blended Learning.

Fakt ist: Die Trainer, Teilnehmenden und die Unternehmen benötigen immer mehr Know-how, welche Art von Training sich für welches Thema eignet. Themen wie Compliance werden über E-Learning abgewickelt werden. Für andere Trainings wird es eine klarere Entscheidung geben, was digital abgebildet werden kann und was nach wie vor im Präsenztraining verbleibt.

Je mehr digitales Training Einzug in die Unternehmen hält, desto mehr muss auf die Lernkultur geachtet werden: Der Lernende muss ausreichend Zeit haben, an den Live-Online-Trainings teilzunehmen, an kooperativen Gruppenaufgaben zu arbeiten, selbst zu lernen und das Gelernte umzusetzen. Das Aufzeigen der Learner Journey, also der gesamten Lernstrecke, hilft allen Beteiligten, sich über diesen Gesamtaufwand klar zu werden.

Die Frage, ob Blended Learning also die Zukunft des Lernens ist, möchte ich mit einem klaren Ja beantworten.

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